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Pflegenotstand | Aufschrei von SPÖ-BürgermeisterInnen und BetriebsrätInnen in Vöcklabruck

26. August 2019

Pflegenotstand | Aufschrei von SPÖ-BürgermeisterInnen und BetriebsrätInnen in Vöcklabruck

Es ist ein Problem, das Gemeinden nicht lösen können. Deshalb wendet sich der Appell von sieben SPÖ-Bürgermeistern und drei Betriebsrätinnen aus dem Bezirk Vöcklabruck an die Landes- und an die Bundesregierung. „Die Situation in unseren Alten- und Pflegeheimen ist mehr als angespannt“, sagen sie in einer gemeinsamen Erklärung. „Wegen des Personalmangels müssten immer wieder Betten gestrichen werden, und auch die soziale Betreuung kommt zu kurz.“

Unfreiwillige 50-Stunden-Woche
Die Gewerkschaft berichtet von einer Pflegerin, die aus familiären Gründen nur 30 Stunden pro Woche arbeiten kann. „Eingeteilt wird sie aber für 44 Stunden“, sagt der Vöcklabrucker ÖBG-Regionalsekretär Frederik Schmidsberger. „Dazu kamen in einer Woche sechs Stunden, die sie einspringen musste. Das ergibt eine 50-Stunden-Woche.“

Die Bürgermeister und Betriebsrätinnen fordern vier konkrete Maßnahmen von Linz und Wien:

• Einen neuen Pflegeschlüssel, der das Personal entlastet.

• Eine Initiative, die Menschen für den Pflegeberuf begeistert.

• Bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen.

• Und eine Entlastung der Gemeinden bei der Finanzierung.

„Weder die Gemeinden als Träger noch die Sozialhilfeverbände sind in der Lage, die Situation grundlegend zu verbessern“, erklären die Bürgermeister und Betriebsrätinnen. „Deshalb ist es notwendig, dass die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht wird. Sie muss die nötigen Rahmenbedingungen schaffen und für die nötige Finanzierung sorgen.“

Die schönsten Pflegeheime sind umsonst, wenn der Personalmangel eine angemessene Pflege unmöglich mache, sagt eine Betriebsrätin im OÖN-Gespräch. „Es gibt in unserem Pflegeheim einen wunderbaren Garten. Dort sind aber keine Heimbewohner unterwegs, sondern nur der Rasenmäher-Roboter, weil das Personal gar keine Zeit hat, mit den Menschen nach draußen zu gehen.“

Bgm. Gründl (Schörfling), Bgm. Kircherberger (Timelkam), Bgm. Vogtenhuber (Lenzing), BR Pillichshammer (Pfaffing), ÖGB Regionalvorsitzender Josef Ablinger, Bgm. Pachinger (Ampflwang), Bgm. Baumann (Frankenburg), BR Schmidsberger (Timelkam), Bgm. Groiss (Attnang), BR Moro (Frankenburg)

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