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SPÖ OÖ fordert: Volle Transparenz für Patienten bei OP-Wartezeiten!

12. September 2016

SPÖ OÖ fordert: Volle Transparenz für Patienten bei OP-Wartezeiten!

SPÖ-Klubvorsitzender Makor: „Mehr Service für die Bürger bei geringem Aufwand!“

Die Forderungen des Landesrechnungshofs in seinem heutigen Bericht zum Wartelistenregime in Oberösterreich sind für SPÖ-Klubvorsitzenden Christian Makor mehr als berechtigt. Denn derzeit werden zwar die durchschnittlichen Wartezeiten für Operationen erhoben, aber je nach Krankenanstalt völlig unterschiedlich veröffentlicht. „Damit die Patienten einen Mehrwert haben, müssen die Daten – wie in Niederösterreich – zentral vom Land veröffentlicht werden. Dann weiß man als Patient auch, was Sache ist“, so Makor. Für Land und Spitäler hätte das den Vorteil, dass Patienten von vornherein über die kürzesten Wartezeiten Bescheid wüssten und weniger „leere Kilometer“ entstünden.

Wartezeit ist  für Patienten ein entscheidendes Kriterium 
Vom Landesrechnungshof selbst wird in seiner Prüfung kritisiert, dass für die Krankenanstalten großer Aufwand entsteht, weil Termine kurzfristig abgesagt werden oder überhaupt unbesucht bleiben. Umgekehrt erkennt der Landesrechnungshof auch, dass sich Patienten von geplanten OP-Terminen abmelden, weil sie in einem anderen Krankenhaus einen früheren OP-Termin erhalten haben. Die Wartezeit ist daher für Patienten ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des Krankenhauses. „Durch eine zentrale vergleichbare Darstellung der Wartezeiten wüssten Patienten von vornherein, wo die kürzesten Wartezeiten sind. Dieses Modell, das im Bundesland Niederösterreich schon Realität ist, soll auch in Oberösterreich umgesetzt werden“, fordert Makor.

Wartezeiten für Sonderklasse-Patienten tatsächlich kürzer
Ein auffallendes Ergebnis der Landesrechnungshof-Prüfung war auch, dass die Wartezeiten für Sonderklasse-Patienten tatsächlich kürzer sind. So betrug die durchschnittliche Wartezeit bei orthopädischen Eingriffen in drei verschiedenen oberösterreichischen Fondskrankenanstalten für Sonderklasse-Patienten zwischen 48 und 83 Tagen, die allgemeine Klasse musste im Schnitt zwischen 70 und 122 Tagen warten. Auch bei den Augen-OPs waren die durchschnittlichen Wartezeiten für Sonderklasse-Patienten geringer. Grund dafür ist laut Landesrechnungshof, dass im Verhältnis zum Anteil der Sonderklasse-Patienten überproportional viele Sonderklasse-Betten in den Einrichtungen geführt werden. Sonderklasseversicherte haben also den Vorteil, dass für sie leichter und schneller freie Betten verfügbar sind.

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